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Fackelbau 2007



Kopf-an-Kopf-Rennen um den Sieg


Nachdem es im vergangenen Jahr gerade einmal neun Exemplare waren, haben sich die erprobten Fackelbauer des Bürger-Schützen-Vereins diesmal mächtig ins Zeug gelegt: Mit 13 Großfackeln boten sie dem erneut in hellen Scharen vertretenen Publikum ein überaus abwechslungsreiches Spektakel zum Auftakt des Schützenfests. Schwer taten sich anschließend die Mitglieder der Jury bei der Fackelprämierung: Angesichts der durchweg guten Qualität gab es letztlich ein Kopf-an-Kopf-Rennen, wobei jeweils nur wenige Punkte den Ausschlag für die Platzierung gaben. Auf dem ersten Platz landete der Jägerzug „Die Flachmänner", der sein zehnjähriges Bestehen gemeinsam mit Asterix und Obelix in der Gewissheit feierte, dass die Römer vertrieben, die „Flachmänner" jedoch geblieben seien.

 

 

Knapp geschlagen geben musste sich der Jägerzug „Wivekover Jonge" der dem Wevelinghovener „Urgestein" Toni Brandt und seinem Schifferklavier per Fackel ein Denkmal setzte: „Die Menge klatscht, die Bühne bricht - das kann nur Toni oder nicht?" Den dritten Platz teilten sich die „Alten Fanfaren" und der Jägerzug „Jägermeister". Die „Alten Fanfaren" erklärten Allrath zur „Bundeshauptstadt der Mücken" und zeigten sich gewiss: „Ei, ei, ei, unsere Gartenstadt bleibt mückenfrei." Die Jägermeister hatten sich dagegen „Ernie und Her(r)Bert" gewidmet, womit natürlich niemand anders als Schützenkönig Herbert Schumacher gemeint war, der mit Königin Margret in der Königskutsche am Schluss des Umzugs die Beifallsbekundungen der Zuschauer entgegen nehmen konnte. Viel Applaus gab es indes auch für die anderen Fackeln, (die des Scheibenschützenzugs „He simmer". Dem graut es vor der Umgestaltung der Erftaue: „Ohne Erft ist alles doof“, zeigte sich der auf dem Trocknen paddelnde Kanufahrer nicht eben erbaut von den Visionen, die in gut 40 Jahren Wirklichkeit werden und der Erft einen ganz anderen Verlauf geben könnten. Die „Erftschützen" hatten „Schiri König" Herbert Schumacher zum Wevelinghovener „Superstar" ausgerufen, während der Jägerzug „Edelweiß" sich der Raucher annahm, die fast schon „Menschen dritter Klasse" seien. Die Prognose der Fackelbauer für die absehbare Zukunft: „Kein Stammtisch – kein Kegeln - kein Skatabend." „Ob Kohle oder Ökostrom - den Klimawandel haben wir schon", ließ der Jägerzug „Waldeslust" eine nur spärlich bekleidete Schützen-Figur proklamieren. Das Scheibenschützenkorps schließlich gedachte mit seiner Fackel des im März verstorbenen Ehrenpräsidenten Hilmar Krüll. nbsp;

Quelle: Neuß-Grevenbroicher-Zeitung (S.M.) vom 20.08.2007

 

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