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Rückblick Schützenfest 2011



Tausende beim Fackelzug

Acht Großfackeln und viele kleine Pechfackeln sowie Laternen tauchten die Gartenstadt am Samstagabend in ein Lichtermeer. Bei gutem Wetter säumten Tausende die Gehsteige rund um den Zugweg. Gleich zwei Fackeln teilten sich den ersten Platz beim traditionellen Wettbewerb.

 

 






Viele Fackeln widmeten sich regionalen sowie überregionalen Themen. So war die Schuldenkrise ebenso ein Thema, wie die Atomkatastrophe von Japan. Der Scheibenschützenzug "Alte Artillerie" ließ den "Atom-Geist" über Windräder und Wasserkraftwerke schweben und titelte: "Fukushima macht uns klar, das Atom nicht richtig war".

Den ersten Platz belegte der Jägerzug "Immer Durst" mit ihrer großen Dagobert-Fackel und dem Spruch "Ist die Kasse leer, müssen Spenden her". Ebenfalls auf den ersten Platz schaffte es der Jägerzug "Wivekover Jonge" mit ihrer Geburtstagsfackel zum 40-jährigen Bestehen. Die hell leuchtenden Charaktere aus dem Film "Ice Age" konnten die Jury überzeugen.

Gleich mit ihrem Erstlingswerk schaffte es der Grenadierzug "Erftler 09" auf den fünften Platz. Die Schützen, im Alter zwischen 17 und 20 Jahren, bauten ein großes Festzelt auf ihren Wagen und titelten "Von Feuerwerk und Attraktion – zurück zu Brauchtum und Tradition". Zweiter wurde der Scheibenschützenzug "Schärpe Boschte" mit ihrem riesigen Fabelwesen als Schützenkönig. Der dritte Platz ging an den "Atom-Geist". Vierter wurde der Jägerzug "Grön Gemöß" mit der Schubkarre als übergroßer Gemüsetransporter.

 



Gut 1300 Marschierer – schmucke Schützen und stattliche Musiker – feiern in Wevelinghoven Schützenfest. König Christian Bolz – mit Heimatanschrift Ulm – ist "begeistert". Dienstag wird sein Nachfolger Patrick Rohde gekrönt.

 

Genießen ihre Zeit als königliche Repräsentanten in Wevelinghoven: Christian Bolz und seine strahlende Königin Julia Hirsch auf dem Weg zur Parade. Foto: MR

 





Ganz Wevelinghoven feiert: Seit Tagen präsentiert sich die Gartenstadt im Festtagskleid – immer mit einem besorgten Blick zum Himmel. Pünktlich zum Festauftakt kam der Sommer zurück. Der Besucherandrang beim samstägigen Fackelzug wurde gestern Nachmittag beim imposanten Festumzug noch um ein Vielfaches überboten. Schützenkönig Christian Bolz (29) – an seiner Seite seine strahlende Lebensgefährtin Julia Hirsch (26) – genoss sichtlich seine Regentschaft.

Diese Freude ließ dann auch so manche Strapaze der vergangenen Monate vergessen. Schließlich lebt der König berufsbedingt in Ulm. Die Stunden auf der Autobahn oder im Zug hat er nicht gezählt. "Wir haben über 30 Einladungen wahrgenommen und ich war immer da, wenn der Vorstand getagt hat." Für ihn Verpflichtung und Selbstverständlichkeit. Jetzt wollen König Christian Bolz und Königin Julia Hirsch – die Residenz ist bei seinen Eltern an der Langwadener Straße 40 aufgebaut – den Festreigen "einfach nur genießen".


 

Die Straßen waren von vielen Zuschauern gesäumt. Foto: Reuter, Michael

 





Mit mehr als 900 eigenen Schützen – ein stattliches Regiment geführt von Oberst Manfred Moll – überbieten die Wevelinghovener seit Jahren den BSV in Stadtmitte. Doch das war gestern kein Thema. Die Wevelinghovener zeigten sich von ihrer schmucken Seite.

Bereits morgens zum Gottesdienst in St. Martinus und zum Totengedenken auf dem Friedhof waren die Schützen in voller Zahl angetreten. Beim musikalischen Frühschoppen stand dann traditionell der Edelknabenkönig im Blickpunkt. Schützenpräsident Günter Piel übernahm die feierliche Krönung von Nico Hansen (10), damit er im Festzug als König des Edelknabenkorps an der Spitze seiner Freunde marschieren konnte. Der Zehnjährige, der gestern von seiner Mutter Sabine in die Obhut des Edelknabenbetreuers Guido Brandofsky entlassen wurde, hatte mit den kürzesten Weg zum Zelt: Er wohnt nämlich an der Oststraße.

Quelle : NGZ

 

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